Die männerlose literarische Gesellschaft

Wie schreibt es sich eigentlich in Zukunft als Mann, angesichts der sich explosionsartig ausbreitenden Frauen- und Mädchenliteratur nach den Erfolgen von Sarah Kuttner (Mängelexemplar) und Charlotte Roche (Feuchtgebiete)? Wird Literatur zur Geschlechterliteratur? Nichts gegen die genannten Bücher und deren Erfolg - was gut ist und gelesen werden will, soll sich auch verkaufen. Aber warum müssen Trends sich daran orientieren, ob man auf der einen oder der anderen Seite des Lebens lebt? Und warum laufen Marketingmaschinen auf Höchstform auf, um diesen Trends gegenseitig zu folgen? Ist es so simpel: weil Frauen mehr lesen als Männer? Soll es nun heißen: Schreibt, Frauen, doch mehr für Frauen und Männer bloß nicht länger für Männer!?